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Weißer Schäferhunde Verein e.V.

Herzlich Willkommen beim
Weißer Schäferhunde Verein e.V.!

Der Weiße Schäferhund Verein WSV e.V. steht für eine moderne, engagierte und transparente Hundezucht!
Wir gehen mit der Zeit, zum Wohle unserer Weißen Schäferhunde.
Der Weiße Schäferhunde Verein kurz WSV e.V. wurde 1990 gegründet und im Amtsregister als anerkannter Verein eingetragen. Schon damals war die gesunde und kontrollierte Weiße Schäferhunde Zucht unter strengen Regeln das wichtigste für unseren Hundeverein.
In diesem Jahr haben wir die Chance ergriffen und die Zuchtordnung an den wissenschaftlichen Stand der modernen und naturgemäßen Hundezucht angepasst. Wer verbessern möchte in der Hundezucht - egal bei welchem Aspekt - muss offen und ehrlich agieren. Im WSV e.V. steht die Gesundheit und der Schutz des Weißen Schäferhundes an erster Stelle und nicht die Selbstdarstellung der einzelnen Menschen! Nur gemeinsam kann man etwas bewirken, jedes Mitglied, jeder Hund und natürlich jede Meinung zählt - egal ob man aktiv oder passiv ist. Damit der Weiße Schäferhunde Verein e.V. immer neutral, zeitgemäß und offen agieren kann, haben wir uns dem Deutschen Rassehundeclub angeschlossen. So stehen uns viele Hundezuchtexperten, Zuchtrichter und Zuchtwarte zu Verfügung, wir profitieren von speziellen Hundeseminaren und nationalen sowie internationalen Hundeausstellung. Das wichtigste aber für uns - ist ein unabhängiger und neutraler Ehrenrat, der gegebenenfalls bei Mißständen agiert und eingesetzt werden kann. Nur in geregelten, klaren Bahnen ist an eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit zu denken und nur dann kann man sich dem eigentlichen, so wichtigem Thema - der gesunden und ordentlichen Hundezucht widmen.

Der Weg ist das Ziel!
Unser Ziel: Gesundheit, Vitalität, Langlebigkeit, Wesensfestigkeit, Genvielfalt und Schönheit - beim Weißen Schäferhund beizubehalten und weiter zu verbessern.

Weißer Schäferhunde Verein - Infos & News

Mittwoch, 6. August 2014 - 22:07 Uhr
Rasseportrait Weisser Schweizer Schäferhund Charakter / Wesen Berger Blanc Suisse - AC Weißer Schäferhund

Zweifellos ist es das strahlend weiße Fell, welches jedem Betrachter unweigerlich ins Auge sticht. Unbewußt bringen wir die Farbe weiß mit „Reinheit, Sauberkeit, dem Licht, dem Guten in Verbindung, es mag an dieser Assoziation der Farbe weiß liegen, dass viele Menschen beim Anblick eines Weißen Hundes keine oder weniger Angst empfinden, als beim Anblick seiner dunkelfarbigen Verwandtschaft.
Doch schon beim näheren Hinsehen lässt sich aufgrund seiner Anatomie die wahre Abstammung nicht verleugnen, er ist eindeutig in die Kategorie der Schäferhunde einzuordnen, womit seine Geschichte beginnt.
Über Jahrhunderte hinweg wurden weiße Hütehunde von den Schafhirten bevorzugt, da man sie aufgrund ihrer Farbe besser vor angreifenden Wölfen unterscheiden konnte.
Um die Jahrhundertwende wird von den schneeweißen Hunden mit dunklen Augen aus Österreich berichtet. Habsburger wie Hohenzoller sollen sich mit Weißen Hunden umgeben haben, die nicht nur vorzüglich zu den hellen Roben der Adeligen Damen passten, sondern auch zu den edlen weißen Lipizzanern des Königshauses.

Herkunft Weißer Schäferhund:

Die Geschichte der Weißen Schweizer Schäferhunde ist untrennbar mit der des Deutschen Schäferhundes verbunden. Urvater aller Deutschen Schäferhunde und mit der Zuchtbuchnummer SZ1 als erster ins Zuchtbuch des SV (Schäferhundverein) eingetragener Deutscher Schäferhund war „Hektor Linksrhein“ (geb. 1895, später umbenannt in Horand von Grafrath) im Besitz des Rittmeisters Max von Stephanitz. Was vielen Kennern des Deutschen Schäferhundes jedoch bis heute verborgen blieb ist, dass Horand’s Großvater Greif (geb. 1879) W E I S S war.
Der weiße Rüde Greif (im Besitz von Friedrich Sparwasser) wurde mit der Hündin „Lotte“ verpaart, aus dieser Verbindung entstand die Hündin „Lene“ die wiederum mit dem Rüden „Kastor“ den legendären Horand von Grafrath hervor brachte! Somit ist es nicht verwunderlich, dass lange Jahre in der Deutschen Schäferhundezucht auch Welpen mit der Farbe weiß fielen. Während sich Rittmeister Max von Stephanitz anfänglich noch dahingehend äußerte, „ein guter Hund könne keine schlechte Farbe haben“ schien er im Laufe der Jahre seine Meinung geändert zu haben. Tatsache ist allerdings, dass ca. ab 1930 die Weißen Schäferhunde nicht mehr in das Zuchtbuch des SV eingetragen wurden und es lange Jahre still wurde um den Weißen Schäferhund in Deutschland.
Als die Popularität des Deutschen Schäferhundes Ende des ersten Weltkrieges in USA boomte, wozu Filme wie „Rin Tin Tin“ oder „Strongheart“ beitrugen, profitierte auch sein weisser Vetter im Bekanntheitsgrad. Zahlreiche Züchter widmeten sich der Zucht von Deutschen wie auch von weissen Schäferhunden. 1968 entschloss sich der German Shepherd Dog Club of America dazu, weiße Schäferhunde von Ausstellungen auszuschließen.
Bis heute werden in USA und Kanada unter der Rassebezeichnung „German Shepherd“ sowohl dunkelfarbige wie auch weiße Schäferhunde in die Zuchtbücher des AKC (American Kennel Club) und CKC (Canadian Kennel Club) eingetragen. Beide Farbvarianten dürfen dort miteinander gepaart werden, so kommt es, dass Weiße wie dunkle Welpen in einem Wurf keine Seltenheit sind.

Rückkehr Weißer Schäferhund nach Europa:

Im Jahr 1970 brachte die Schweizerin Agatha Burch den weißen Rüden „Lobo White Burch“ von USA mit in die Schweiz. Da Lobo eine gültige AKC-Ahnentafel besaß, musste er in das Schweizer Hundestammbuch aufgenommen werden, jedoch mit dem Vermerk „zur Zucht gesperrt“, da die Farbe weiß gem. dem Rassestandard des Deutschen Schäferhundes hier nicht zulässig war. Ein Jahr später wurde aus England die Hündin „Blinkbonnys white Lilac“ importiert und ebenfalls ins Schweizer Hundestammbuch eingetragen, da sie über eine gültiges Exportpedigree des britischen „Kennel Club“ verfügte. Frau Burch entschloss sich unter dem Zwingernamen Shangrila’s 1973 zu einem Wurf weißer Schäferhunde, welcher im Anhang des Schweizer Hundestammbuches der SKG eingetragen wurden. Der Schweizer Kurt Kron setzte mit dem Erwerb der Hündin „Shangrilas Sweetygirl“ und dem aus Dänemark importieren Rüden „Kokes Mahalo“ , die Zucht fort. Ein Nachkomme hieraus, „Champion von Kron“ wurde an den Deutschen Martin Faustmann, Zwinger von Ronanke verkauft, der in Deutschland als Rassebegründer der Weissen Schäferhunde gilt. Martin Faustmann stieß in Deutschland auf großen Widerstand, als er die Rasse 1981 unter dem Namen „Weißer Deutscher Schäferhund“ einführen wollte. Es muß jener Widerstand gewesen sein, der ihn dazu bewegte, in Anerkennung voran gegangener Zuchtarbeit der Amerikaner und Kanadier, die Rasse umzubenennen in „Amerikanisch Canadisch weißer Schäferhund“ rund zwei Jahrzehnte wurden Sie unter der Rassebezeichnung AC Weiße Schäferhunde in Europa bekannt, beliebt und erfolgreich gezüchtet.
Die Sache mit der FCI Anerkennung des Weißen Schäferhund:

1991 wird die Rasse zuerst in der Schweiz durch die SKG NATIONAL aufgenommen unter der Rassebezeichnung „Weisser Schäferhund“. Länder wie Holland, Schweden, Österreich, Dänemark folgten allmählich. Nur in Deutschland war eine nationale Anerkennung nicht vor der internationale Anerkennung durch die FCI möglich.
Einen Antrag auf Internationale Anerkennung der Rasse konnte nur ein Mitgliedsland der FCI stellen, und die Schweiz war bereit dieses Patronat zu übernehmen. Das Antragstellende Land gilt fortan gleichzeitig als Ursprungsland. Um eine größtmögliche Distanzierung zum Deutschen Schäferhund zu erreichen entschloss man sich für die neue Rassebezeichnung

Berger Blanc Suisse“ bzw. Weisser Schweizer Schäferhund

Umfangreiche Dokumentationen über geschichtlichen Hintergrund, Population, Standard, etc. mussten bei der FCI eingereicht werden. Die schwierigste Aufgabe, an der eine Rasseanerkennung meistens scheitert, waren die acht Blutlinien (jede Blutlinie mit 8 Stammbäumen), zwischen den einzelnen Blutlinien dürfen bis zu den Urgrosseltern keine verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen.

Ab 01.01.2003 war die Rasse offiziell als „provisorische Rasse“ der FCI aufgeführt mit Standardnummer 347 unter der Sektion 1 Schäferhunde OHNE ARBEITSPRÜFUNG.

Nach Ablauf von frühestens 10 und max. 15 Jahren stellt das Ursprungsland Schweiz erneut einen Antrag an die FCI diesmal auf „Anerkennung als definitive Rasse“.

Am 4. Juli 2011 wurde die
Rasse Berger Blanc Suisse – Weisser Schweizer Schäferhund
von der FCI ( Fédération Cynologique Internationale )
endgültig als eigenständige Rasse aufgenommen

Der Rassestandard Weißer Schweizer Schäferhund:

Der Berger Blanc Suisse vermittelt seinem Betrachter das Erscheinungsbild eines kräftigen, gut bemuskelten, mittelgroßen, stehohrigen, stockhaarigen- oder langstockhaarigen weissen Schäferhundes von gestrecktem Format, mittelschwerem Knochenbau und eleganten, harmonischen Körperumrissen. Seine Proportionen sollten eine mäßig lange Rechteckform haben, im Verhältnis Rumpflänge zu Widerristhöhe 12:10. Die Größenangabe bei Hündinnen bewegt sich zwischen 55-61cm bei einem Gewicht von ca. 25 bis 35 kg und bei Rüden zwischen 60-66cm bei einem Gewicht von ca. 30 bis 40 kg.
Die beiden Haararten (Stockhaar und Langstockhaar) dürfen miteinander verpaart werden, Langstockhaar ist beim Weißen Schäferhund zulässig und kein Fehler! Die vorgeschriebene dichte Unterwolle schützt zuverlässig vor Wettereinflüssen, ist aber auch der Grund weswegen sie das ganze Jahr über einzelne Haare verlieren!
Zwar schreibt der Standard nur eine Farbe vor, nämlich weiß“, doch variiert dieses „weiß“ innerhalb der Rasse doch erheblich. Die Mehrzahl der Hunde sind zwar beinahe Schneeweiß, vereinzelt finden sich aber auch Exemplare mit leicht champagnerfarbenen Gesamtfärbung, oder einzelnen beige/bräunlichen Abzeichen (auch Wildfarbe genannt), bevorzugt insbesondere an den Ohren, entlang der Rückenlinie, Rutenspitze und Hose (Behaarung Hinterhand). Oder Hunde mit einer leicht bräunlich bis rötlich gefärbten Maske im Gesicht. Insbesondere Hunde mit englischer oder schwedischer Abstammung können verstärkt diese Wildfarbe aufweisen. Der Standard sieht zwar jede Abweichung von der Farbe weiß als leichten Fehler an, vorausschauende Züchter bevorzugen gerade wegen des relativ kleinen Genpools Hunde aus dem Ausland mit fremder Blutlinie und nehmen dafür ggf. gerne in Kauf, dass einige der Welpen wildfarben geboren werden. Auch diese Welpen finden ihre Liebhaber, die z.B. wildfarbene Abzeichen im Fell als willkommenen Kontrast zur weißen Gesamtbehaarung ansehen. Unabhängig von der genetischen Anlage in Bezug auf Wildfarbe, kann man auch durch falsche Fütterung eine Gelbfärbung hervorrufen, insbesondere zu viel konzentriertes Karotin oder diverse Farbstoffe im Futter können die Fellfarbe verfärben.

Die Augenfarbe sollte so dunkel als möglich sein und reicht von bernsteinfarben bis dunkelbraun. Insbesondere die Pigmentierung an Nase und Lefzen, welche möglichst ganzjährig schwarz sein sollte, trägt erheblich zum stimmigen Gesamtbild bei. Viele Vertreter der Rasse Weisser Schäferhund wechseln jedoch auch jahreszeitlich oder hormonell bedingt das Nasenpigment, welches von rosa über braun bis hin zum erwünschten schwarz variiert und ebenfalls nur einen leichten Fehler darstellt, der keine Auswirkungen auf die Gesundheit hat.
Die Angst vieler Interessenten, ein weißer Schweizer Schäferhund müsse ständig gebadet werden ist unbegründet. Richtig ist, er wird nicht schmutziger als ein dunkelfarbiger Hund und bedarf außer regelmäßigem bürsten und höchstens 2 x jährlichem Baden nicht mehr und nicht weniger Pflege als andere Schäferhunderassen. Die rückfettende Wirkung seines Fells bewirkt, dass sich Schmutz nach dem Trocknen mühelos ausbürsten lässt.

Charakter Weisser Schäferhund:

Der weiße Schäferhund ist sehr vielfältig einsetzbar, sei es als treuer Begleiter seiner Familie, in der er nicht nur die Funktion des Gesellschafters übernimmt indem er sich sehr sozial in den Familienbund eingliedert, sondern auch die eines Wächters (ohne dabei ein Kläffer zu sein). Auch sportliche Menschen finden viel Freude an ihnen, richtig trainiert begleiten sie den geliebten Menschen beim Joggen, Fahrrad fahren oder am Pferd.
Intelligenz, die Freude am Lernen und die Bereitschaft arbeiten zu wollen wurden ihm sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Schön wenn die künftigen Besitzer ihren Hunden eine sinnvolle Aufgabe bieten können. Wird der Weisse Schäferhund seinen individuellen Anlagen entsprechend gefördert, ist er vielseitig einsetzbar. Weisse Schweizer Schäferhunde haben ihre Fähigkeiten bereits mehrfach unter Beweis gestellt, als Blindenhunde, Therapiehunde, Behindertenbegleithunde, Rettungshunde, Lawinensuchhunde, im Einsatz bei der Polizei, im Agilitysport, als Fährtenhunde und vereinzelt auch im Schutzhundesport.
Die in den letzten Jahren kontinuierlich steigende Welpenzahl lässt leider die Vermutung zu, dass sich der Berger Blanc Suisse allmählich zum Modehund entwickelt. Seine Vorzüge, insbesondere sein Ruf als idealer Familienhund, und nicht zuletzt seiner Schönheit wegen, wird er auch von völlig ungeeigneten Haltern als Prestigeobjekt angeschafft.
Einseitige Lobeshymnen geschäftstüchtiger Züchter ( indem sie den Interessenten nur die allerbesten Eigenschaften der Rasse anpreisen) lassen in Vergessenheit geraten, dass es sich um einen großen Hund handelt, der -falsch erzogen- auch zur Gefahr für seine Umwelt werden kann! Daher sind insbesondere Hundeanfänger gut beraten frühzeitig Welpenspielstunden zur Sozialisierung mit Artgenossen zu besuchen und im Anschluss daran an Grunderziehungskursen teilzunehmen.
Die Besitzer sind gefordert auf sein feinfühliges Wesen einzugehen, ihn als Welpe an alle alltäglichen Situation heranzuführen und zu gewöhnen, ihm Ruhe und gleichzeitig Sicherheit zu vermitteln. Ein richtig sozialisierter Weißer Schweizer Schäferhund kann mühelos mit in die Stadt genommen werden, wird sicher und souverän im Umgang mit Menschen sein und während seines Lebens (ca. 10 bis 14 Jahre) ein friedfertiger, treuer wie zuverlässiger Freund seines Menschen bleiben.



Rasseportrait Zucht vom Kaisersbrunnen,
Charakter Weißer Schäferhund, Welpen Weisser Schäferhund
Züchter Familie Aulbach http://www.kaisersbrunnen.de (C)

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